Liebe Freunde der Elbregion,

anbei die Liedtexte aus dem Kabarettprogramm vom 31. März 2001. Einer akustischen Veröffentlichung stehen Urheberrechtsfragen entgegen, doch auf diese Weisee können Sie die Lieder nun selbst singen!
Es grüßt Sie

Karl-Bernhardin Kropf, Neuenfelde



Helmut Kohl und Francois Mitterand,
vor Jahren einander Mut zusprechend:

(Melodie: Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn)

Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn
und dann werden tausend Träume wahr
So schnell wird sicher keine Amtszeit vergehn,
die so groß ist und so wunderbar.
Wir fahren beide denselben Stern,
und dein Europa ist auch meins,
wir sind uns fern und doch nicht fern,
denn unsre Konten, die sind eins!
Und darum wird einmal das Wunder geschehn,
und man wird den großen Airbus sehn!



Bürgermeister Rundes Kampfauftrag
für Senator Mirow:

(Melodie: Ick heff mol een Hamborger Veermaster sehn)

Ich will über Hamburg 'nen Vierstrahler sehn,
to my ho day, to my ho day,
mit richtigem Lärm und mit Rauchschwaden schön,
to my ho day ho day ho!
Go, Mirow, go, zu Prognos ins Büro!
There is plenty of gold, so I've been told,
on the banks of Finkenwerder!



Airbus-Chef Gustav Humbert und Senator Thomas Mirow
brüten nachts in der Wirtschaftsbehörde
über die Werkserweiterung...

(Melodie: Ein Loch ist im Eimer)

    Das Werk ist zu klein, lieber Tommy....
  • Was soll ich denn machen, lieber Gustav.....

  • Wir brauchen mehr Fläche, lieber Tommy...
  • Wie soll ich die schaffen, lieber Gustav, (wo)......

  • In der Elbe, lieber Tommy...
  • Da ist doch das Wasser, lieber Gustav, (da iss doch alles naß)....

  • Dann mach das da trocken, lieber Tommy.....
  • Wie soll das denn gehen, lieber Gustav, (wie macht man denn sowas?)...

  • Mit Sand, lieber Tommy.....
  • Woher soll der kommen, lieber Gustav, (wo gibt's soviel Sand?)...

  • Flußabwärts, lieber Tommy....
  • Ich glaub, das gibt Ärger, lieber Gustav, (ich glaub, das gibt Rabatz)....

  • Dann nenn es doch "Ausgleich", lieber Tommy....
  • Das wird ganz schön teuer, lieber Gustav...

  • (Hör mal zu:) Ihr wollt doch das Flugzeug, lieber Tommy...
  • Könnt ihr das nicht zahlen, lieber Gustav...

  • Womit denn, lieber Tommy...
  • Mit Gewinnen, lieber Gustav....

  • Die schwinden, lieber Tommy....
  • Warum denn, lieber Gustav (nu sach bloß, warum?).....

  • Das Werk ist zu klein, lieber Tommy....




Das Lied des durch Neuenfelde ziehenden
städtischen Haus- und Grundeinkäufers:

(Melodie: Ein kleiner grüner Kaktus)

Wenn Sie jetzt warten mit Haus und Garten,
und ihre letzte Chance missen,
solln sie nicht sagen in fernen Tagen:
das konnt ich damals doch nicht wissen!

(Refrain): Der große grüne Airbus,
der schmeißt Sie vom Balkon,
hollari, hollari, hollaro!

Der kommt mit viel Gebläse,
der kommt mit lautem Ton,
hollari, hollari, hollaro!

Das Gutachten verspricht:
Bei diesem Fluggewicht,
da halten auf dem Dach
die Ziegel nicht, nicht, nicht.

Der süße, kleine Airbus,
der schmeißt sie vom Balkon,
hollari, hollari, hollaro!




Das Lied der Elbuferanwohner
für den Fall des Falles.....

(Melodie: Capri-Fischer
Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt...)

Wenn bei Airbus die erste Halle im Schlamm versinkt
und der Wirtschaftssenator mit seinem Schicksal ringt
ziehn die Bürger an beiden Ufern in Scharen auf,
und betrachten voll Schadenfreude der Dinge Lauf.
Der Senator irrt mit dem Boot auf dem großen Strom
vor den Augen zerfällt des technischen Fortschritts Dom,
und vom Boot sein lautes Fleh'n herüberklingt,
hör von fern, wie er singt:

(Refrain) Liebe, liebe Großindustrie,
pack ihn ein und nimm ihn mit, irgendwie,
liebe liebe Großindustrie, vergiß dies nie!

Wenn Herrn Möbius die letzte Säule im Sand zerfällt,
und Bodo Fischer ein letztes Gutachten sich erstellt,
Wenn der Staatsrat Heinz Giszas Worte der Trauer spricht,
und Ortwin Runde am Haushaltsdefizit zerbricht,
stehn die Bürger an beiden Ufern ­ das sind wir
und wir haben noch Grund zur Hoffnung, drum sind wir hier!
Dem Senator singen wir sein Abschiedslied,
hört erst hin, dann singt mit:

(Refrain) Liebe, liebe Großindustrie,
pack ihn ein und nimm ihn mit, irgendwie,
liebe liebe Großindustrie, vergiß dies nie!




© by Dr.P.C. Mohr und Sylvia Borgmann, Hamburg 2000-2004. Letzte Änderung: 2001-07-01 05:33